Podiumsdiskussion am FIFDH: Verantwortung der Schweiz im Rohstoffhandel
Am 12. März 2025 organisierte die Schweizerische Menschenrechtsinstitution (SMRI) die Podiumsdiskussion «Verantwortung der Schweiz im Rohstoffhandel» im Rahmen des Internationalen Filmfestivals und Forums für Menschenrechte (FIFDH) in Genf. Die SMRI konnte Fachpersonen aus der Zivilgesellschaft, dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sowie der Rohstoffbranche als Podiumsgäste gewinnen.
Das Thema des Abends – die Verantwortung der Schweiz im Rohstoffhandel – wird auch in den kommenden Jahren zu den drängendsten menschenrechtlichen Fragen in der Schweiz zählen. Der Grund: Die Koalition für Konzernverantwortung hat eine Volksinitiative zu verantwortungsvollem unternehmerischem Handeln lanciert, und die Europäische Union (EU) hat kürzlich eine Richtlinie zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten verabschiedet. Um ihrer Rolle als Diskussionsplattform gerecht zu werden, brachte die SMRI relevante Akteure aus transnational tätigen Unternehmen, der Zivilgesellschaft und dem Staat zusammen.
Laura Knöpfel, Leiterin des Teams «Forschung und Beratung» der SMRI, hiess die Gäste auf dem Podium und im Publikum im Namen der SMRI willkommen. Sie erläuterte, dass die Veranstaltung im Rahmen eines Themenschwerpunktes stattfindet, den sich die SMRI für die kommenden Jahre gesetzt hat: die Externalisierung der Verantwortung für Menschenrechte, in dem auch das Thema Wirtschaft und Menschenrechte eine zentrale Rolle spielt.
Rund 80 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Das Podium wurde von Antonio Hautle moderiert, Direktor des Global Compact Network Switzerland/Liechtenstein und Vorstandsmitglied der SMRI. Auf dem Podium diskutierten Anina Dalbert, Juristin und Expertin für Unternehmensverantwortung von der zivilgesellschaftlichen Organisation Public Eye, Frédéric Chenais, politischer Berater für Wirtschaft und Menschenrechte beim EDA sowie Elmira Imani, Managerin für verantwortungsvolle Beschaffung bei Glencore. Die Diskussion drehte sich insbesondere um die Fragen, ob die bestehende Gesetzgebung im Bereich Unternehmensverantwortung ausreiche und wie die Schweiz Menschenrechte in der globalen Wirtschaft effektiv schützen kann.
Die SMRI wird diese Debatte weiterhin begleiten und auch in Zukunft eine Plattform für den Austausch zu dieser und anderen drängenden menschenrechtlichen Fragen bieten.